Fallstudie · Pilotprojekt
AR-Raumplanung
Zwischen 2022 und 2024 hat NordWerk eine App getestet, mit der Kundinnen und Kunden Möbel per Augmented Reality in ihren eigenen Raum stellen. Der Pilot lief in zwei Filialen und kam gut an. Ausgerollt wurde er trotzdem nie: Die Produktdaten lagen nicht in dem Format vor, das die App gebraucht hätte.
Dieser klickbare Prototyp zeigt, wie die App gedacht war. Er ist ein Lehrbeispiel zur Fallstudie, keine echte App. Die Möbel, Preise und Daten sind erfunden.
Der Ablauf
Acht Schritte vom Raum zur Bestellung
-
01 Start
Die App verspricht, was Kundinnen und Kunden in der Filiale oft fragen: Wie sieht das Möbel bei mir zu Hause aus?
-
02 Onboarding
Die App braucht Zugriff auf die Kamera. Sie erklärt, wofür, bevor sie fragt.
-
03 Raum scannen
Die Kamera erfasst Boden und Wände und misst den Raum aus.
-
04 AR-Platzierung
Der eigene Raum wird zur Fläche, auf die Möbel gestellt werden können.
-
05 Katalog
Der Katalog zeigt NordWerk-Möbel mit Maßen und Preis. Genau hier braucht die App saubere Produktdaten.
-
06 Möbel anpassen
Material wählen, drehen, verschieben, vergrößern: maßstabsgetreu im eigenen Raum.
-
07 Szene speichern
Die Einrichtung lässt sich sichern und teilen, etwa für die Beratung in der Filiale.
-
08 Bestellung
Aus der Szene wird eine Bestellung. Online und Filiale müssten dafür dieselben Daten kennen.
Zum Ausprobieren
Der klickbare Prototyp
Mit den Pfeilen unten oder den Schaltflächen in der App geht es durch die acht Schritte.
Im Buch
Warum ein guter Pilot nicht reicht
Die AR-App ist einer von drei NordWerk-Piloten, die technisch funktionierten und trotzdem nicht in den Alltag kamen. Das Buch greift sie an zwei Stellen auf:
- Kapitel 4 · Projektmanagement & Scrum: Piloten, Projekte und die Frage, was nach dem Test kommt
- Kapitel 6 · Künstliche Intelligenz: drei Piloten ohne Rollout, auch ganz ohne KI